Trächtigkeit und Fütterung

Barbados Blackbelly Sheep

Die schönen Schafe aus der Karibik

TRÄCHTIGKEIT UND FÜTTERUNG

 

Eine hohe Fruchtbarkeit gehört zu den Rasseeigenschaften der Barbados Blackbellies - Zwillingsgeburten sind die Regel, aber nicht selten gibt es auch Drillings- oder gar Vierlingsgeburten. Daher sollte man sich schon im Vorfeld Gedanken über eine leistungsgerechte Fütterung machen, denn solche Mehrlingsträchtigkeiten und -aufzuchten zehren an der Substanz und den Kräften der Mutter.

Im Abstammungspapier der Herdbuchtiere findet man die Abkürzungen E/Z/D usw. (Einling/Zwilling/Drilling) hinter dem Namen bzw. der Nummer eines Tieres. So hat man zumindest schon einen Hinweis auf die Fruchtbarkeit der Linien der Tiere und kann unter Umständen entsprechende Rückschlüsse ziehen.

 

FÜTTERUNG IN DER TRÄCHTIGKEIT:

 

Neben gutem Heu oder Grummet "satt" bzw. Weidegang steht unseren Tieren eine Mineralleckschale und ein Salzstein zur Verfügung.

 

Erst zu Beginn des 4. Trächtigkeitsmonat gibt es für die Damen zusätzlich geringe Kraftfuttergaben ( Gerste oder Hafer ), die dann langsam aber kontinuierlich gesteigert werden, abhängig auch von den Aussentemperaturen, denn zumeist ist dies im Dezember/ Januar.

Zeichnet sich im 5. Monat deutlich ab, das eine Aue Drillings- oder Vierlingsverdächtig ist, gibt es noch etwas Sojaschrot und Futterkalk dazu, ab einer gewissen Menge Kraftfutter werden die Rationen dann auch mit eingeweichten Melasseschnitzeln ergänzt und auf 2x täglich verteilt, um die Pansenmikroben nicht durcheinander zu bringen. Die Heuraufe wird, sobald sie leer ist, immer nachgefüllt.

 

Im Futterhandel ist auch Fertigfutter erhältlich in dem weitestgehend die Gleichen Komponenten enthalten sind, wir mischen lieber selbst da es immer Mal wieder Probleme mit Schlundverstopfungen gab.

 

Möchte man selbst mischen, sollte man sich genaue Zahlen in Rationsberechnungsprogrammen anschauen um ein Gefühl für die Zusammenstellung einer Ration und die entsprechenden Bedarfszahlen zu bekommen, am Ende spielen jedoch die Erfahrungen zu den eigenen Tieren eine wichtige Rolle für die Anwendung: Körpergewicht, Lammzahlen und Futtertyp (schwer- /leichtfuttrig) geben den Ausschlag, wieviel wirklich benötigt wird.

Ein solches Programm findet man z.B. unter "Schaf-Fütterungsprogramm- Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen" als download (excel-Datei).

 

 

Aber nie vergessen :

Zuviel ist ebenso schädlich wie zu wenig......